Expertise Innenstadt Ost

Expertise Innenstadt Ost

Vorbemerkung

Von verschiedenen Seiten liegen √Ąu√üerungen zum Thema der weiteren Entwicklung der √∂stlichen Innenstadt vor.

    Nach einem B√ľrgergespr√§ch im Rathaus, haben Bewohner aus der Oberstadt ihre Vorstellungen von einem Ausbau der √∂stlichen Innenstadt in den Jahren 2006/07 im Stadtplanungsamt in mehreren Sitzungen vorgetragen. Das Planungsamt hat in einem zusammenfassenden Bericht im Juli 2007 diese Gespr√§che dokumentiert.
    Auch Fachleute, z.B. der BDA haben sich im Juli 2008 mit der weiteren inhaltlichen und baulichen Ausformung der Stadt in einer schriftlichen mehrseitigen Stellungnahme befasst und in Freiburg generell hierbei den Aufgabenschwerpunkt östliche Innenstadt herausgestellt.
    Von weiteren Initiativen, z.B. von der Fraueninitiative (STEP) wurden im Dezember 2008 √ľber den innerst√§dtischen Ausbau von Stra√üen und Pl√§tzen Vorstellungen vorgetragen, die im Fall ihrer Realisierung deutliche Verbesserungen insbesondere auch f√ľr die obere Altstadt erbringen sollen.

Trotz dieser √Ąu√üerungen ist das Thema Innenstadt-Ost zwar in Stellungnahmen einzelner Fraktionen, nicht aber von einer offiziellen Stelle der kommunalen Baupolitik bislang aufgegriffen worden. Inzwischen werden von privaten Investoren in Ausnutzung der attraktiven historischen Stadtkulisse anstelle der die Kriegszerst√∂rung ersetzenden Nachkriegsbebauung lukrative Neubaunutzungen vorgeschlagen. Es sind aber aus √ľbergeordneter st√§dtebaulicher Sicht keinerlei Rahmenbedingungen (Verkehr, Soziales, √Ėkonomie, Umwelt, Gestaltung) entwickelt und verbindlich festgesetzt worden. Umgekehrt wie in der stadtplanerisch sinnvollen Vorgehensweise gehen hier die privaten Initiativen nicht vom neuerdings sogar preisgekr√∂nten Tr√§ger der Planungshoheit aus sondern von einer privaten, erwartungsgem√§√ü gewinnorientierten Bauvorstellung. Der gegebenen Aufgabenstellung wird man auf diese Weise kaum gerecht werden.

Diese Expertise versteht sich als Wortmeldung zum aktuellen Stand der Diskussion um die Wiederbesetzung des Baudezernats sowie die Verkehrsentlastung der oberen Altstadt durch das Dreisamtunnelprojekt und ihre jeweiligen Auswirkungen auf die Entwicklung der östlichen Innenstadt.

Die Weiterentwicklung der Innenstadt-Ost, eine zentrale baupolitische Aufgabe der Stadt Freiburg

Die Innenstadt, insbesondere der s√ľd√∂stliche Quadrant, in seiner Bedeutung als oberzentraler Dienstleistungsstandort, seiner bauhistorischen Vielfalt und seiner landschaftlichen Pr√§gung mit Schlossberg und Dreisam ist f√ľr den Freiburger unbestritten Stadtmitte; hier schl√§gt das Herz der Stadt.

Problematik und Chancen der Stadtentwicklung in der östlichen Innenstadt


Ein wesentliches Motiv f√ľr die hier vorgetragene Initiative ist die unbefriedigende Randbildung der Innenstadt am Schwabentor. Der bereits seit Jahren bestehende st√§dtebauliche Missstand in diesem Gebiet ergibt sich aus der in den 60erJahren rein KFZ-verkehrlich entwickelten Funktionszuweisung der vorhandenen Strassen- und Platzr√§ume und der dann noch zus√§tzlich eingelagerten Stra√üenbahntrassierung.

  • Ein Baublock wurde in die Zange genommen und abgeschrankt.
  • Die naturr√§umlich sensibelste Stelle des gesamten Stadtgebiets zwischen Berg und Fluss stellt sich als Asphaltebene dar.
  • Der Jahrhunderte alte Austausch zwischen benachbarten Stadtgebieten ist unterbunden.
  • Der Schwabentorplatz, als einladender Sammel- und Empfangsraum der Innenstadt, ist zum Nadel√∂hr und nicht zum Bindeglied der Entwicklung im Osten geworden.

Diese ‚Äěverfahrene‚Äú Situation k√∂nnte jetzt geheilt werden durch die vorgesehene Planung eines Dreisamtunnels f√ľr die B 31. Nach Lage der Dinge sollte mit der Erstellung einer Vorplanung begonnen werden. Die richtige Verkehrsl√∂sung wird f√ľr die Innenstadt-Ost eine einmalige Chance f√ľr die unterflurige, wie auch die ebenerdige Neuordnung des Verkehrs und der st√§dtebaulichen Struktur darstellen.
Diese Chance muss aber in ihrer Wichtigkeit erkannt und f√ľr die Innenstadt auch genutzt werden. Wenn die Tunnelplanung nur als verkehrliche Bundesaufgabe gesehen wird, ohne dass die an sie anschlie√üenden Bereiche mit in die Betrachtung aufgenommen werden, wird das das Nachhinken der Innenstadt-Ost zementieren und weitere gravierende Fehler hervorrufen. Im √ľbrigen ist es nach der gegebenen Gesetzeslage heute erforderlich, st√§dteplanerische und gr√ľnplanerische Auswirkungen von Stra√üenbauvorhaben bei der Zuschussbeantragung darzustellen.
Es geht dabei weniger um eine schnelle Ausf√ľhrung des Umbaus in diesen Bereichen als darum, dass f√ľr die Raumnutzungen in der Einflusszone der B 31 und Innenstadt- Ost verbindliche planerische L√∂sungen erarbeitet werden. Die damit gegebene Planungssicherheit ist entscheidend wichtig, weil die weitere Entwicklung der Innenstadt-Ost bei weitem nicht allein durch das √∂ffentliche Bauen sondern ganz wesentlich durch private Investoren bewirkt werden muss, die aber v√∂llig auf die Verbindlichkeit der Planung angewiesen sind, andernfalls nicht investieren, oder mit √ľberzogenen eigenen Nutzungsabsichten die Stadt unter Druck setzen.

Der bereits vollzogene Ausbau der Innenstadt zwischen Rotteckring und Bahnhof zeigt die Machbarkeit einer positiven Standortentwicklung auf, der begr√ľ√üenswert ist. Dieser subventionierte Ausbau im Westen bedeutet f√ľr den Osten aber auch eine konkurrierende Herausforderung auf die hier ebenfalls nicht allein aus Eigeninitiative reagiert werden kann.

Die s√ľd√∂stliche Innenstadt verf√ľgt √ľber eine Reihe von Potentialen, die bewusst eingesetzt werden sollten und bei einer k√ľnftigen Weiterentwicklung dieses Bereichs verdeutlicht und st√§rker zur Wirkung gebracht werden k√∂nnten.

Kulturelle Ausstattung


Der Ostteil des Stadtzentrums wird wesentlich durch Baudenkmale, allen voran dem M√ľnster, bestimmt. Dazu kommen viele baugeschichtliche Zeugnisse der vergangenen Jahrhunderte. Neben Geb√§uden wirkt gestalterisch sehr pr√§gend der historische Stadtgrundriss, der mit nat√ľrlichen Materialien ausgebaut wurde und ein sehr leistungsf√§higes Verkehrskonzept anbietet. Eine wichtige Steigerung der gegebenen M√∂glichkeiten bildet der zur Zeit laufende Umbau des Augustinermuseums. Durch ihre von jedem Besucher empfundene geschichtlich-kulturelle Dimension erreicht die √∂stliche Innenstadt von Freiburg, anders als andere rein funktional organisierte Stadtzentren, f√ľr B√ľrger und G√§ste eine sympathische Bindekraft und Vertrautheit.

Yvonne Faller, Freie Architektin BDA, M√ľnsterbaumeisterin

Nirgends ist der Zugang zum mittelalterlichen Stadtkern schöner und differenzierter gestaltet als von Osten her.
Es war der wichtigste Stadteingang, da die Handelswege aus dem Schwarzwald und dem Schw√§bischen die Kaufleute an dieser Stelle in die Stadt f√ľhrte. Noch bevor man das Schwabentor, den eigentlichen Stadteingang erreichte, wurde man bereits im Mittelalter √ľber die erste und wichtigste Dreisambr√ľcke zum Tor hin geleitet. Geblieben ist eine dichte verkehrliche Nutzung, die inzwischen alles andere verdr√§ngt hat.

Hat man das Schwabentor durchschritten, √∂ffnet sich zun√§chst der Raum zu einem der sch√∂nsten Pl√§tze Freiburgs, Oberlinden. An dieser Stelle wird die gesamte √∂stliche Innenstadt zusammengef√ľhrt, bzw. hat man von hier die M√∂glichkeit, sich f√ľr unterschiedliche Quartiere zu entscheiden.
Egal, f√ľr welche man sich entscheidet, man wird in jedem Fall zahlreiche bauliche Zeugnisse unterschiedlichster Epochen und besondere Pl√§tze eigener Auspr√§gung finden.

Im S√ľden liegt ein Quartier das gepr√§gt ist zum Einen von kleinteiliger, ehemals handwerklich genutzten Geb√§udestruktur der Fischerau und Gerberau, zum anderen aber auch von gro√üen Bausteinen der ehemaligen Kl√∂ster wie dem Adelhauserkloster und dem Augustinerkloster. Heute beherbergen diese Kl√∂ster wichtige Museen, der noch laufende Umbau wird deren Attraktivit√§t noch deutlich steigern. Die Lage an dem sehr offenen, beliebten und belebten Augustinerplatz unterstreicht die √ľbergeordnete Funktion dieser f√ľr die Stadt und die Region wichtigen Einrichtungen.

Die Salzstra√üe, die vom Schwabentor zur Stadtmitte f√ľhrt, beherbergt eine Reihe √∂ffentlicher Nutzungen in sch√∂nen alten Stadtpalais. So zum Beispiel das (wiederaufgebaute) barocke Sickingenpalais, welches heute das Landgericht beherbergt.

Die Herrenstraße ist eine lebendige Einkaufstraße. Zwischen der kleinteiligen Bebauung findet sich immer wieder ein besonderer Baustein, der meist im Zusammenhang mit einer kirchlichen Nutzung steht.
Das Erzbisch√∂fliche Ordinariat an der Ecke Herren- / Schoferstrasse geh√∂rt zu den gr√∂√üten Geb√§uden der Innenstadt. Seine subtile st√§dtebauliche Einf√ľgung in die Umgebung und seine Gestaltung der Wandfl√§chen sowohl im Inneren als auch an der Fassade, zeichnet dieses architektonische Meisterwerk des Historismus aus.
Von hier f√ľhrt der Weg zum wichtigsten Bauwerk der Stadt, dem M√ľnster. Seit fast 700 Jahren pr√§gt es das Bild Freiburgs und der Region. Der umgebende M√ľnsterplatz ist immer noch die gute Stube der Stadt und Treffpunkt f√ľr Bewohner, Besucher und H√§ndler. Zahlreiche √∂ffentliche Geb√§ude s√§umen den Platz sowie das historische Kaufhaus auf der S√ľdseite und das Kornhaus und die Stadtb√ľcherei auf der Nordseite.

Einzelhandel


Die alte Stadtanlage von Freiburg, ihr Wiederaufbau in den 60er und Ausbau in den 70er Jahren bilden immer noch f√ľr die Marktnutzung eines Gro√üstadtzentrums eine gute Voraussetzung, mit innerer Fu√üg√§ngerzone, √§u√üerem Verkehrsring, gutem Parkraumangebot sowie leistungsf√§higem Nahverkehr. Trotzdem steht der innerst√§dtische Einzelhandel vor Problemen. Eine angespannte Gesch√§ftssituation ergibt sich aus der Konkurrenz zu Vermarktern, Filialisten und den Angeboten auf der ‚Äěgr√ľnen Wiese‚Äú, die sogar auf gut eingef√ľhrte Kaufh√§user zugreift aber mit kommunalen Mitteln wenig zu beeinflussen ist. Daneben gibt es aber auch Probleme in der √∂stlichen Innenstadt, die durch lokale Gestaltungsma√ünahmen zu verbessern w√§ren. Es sind vor allem die rigiden Verkehrsstr√∂me, die dem Zugang der Mantelbev√∂lkerung als Barrieren entgegenstehen anstatt wie im Weststadtumbau nach Verkehrsverlagerung des Rotteckrings mit attraktiven Stadtr√§umen den Stadtkern f√ľr Fu√üg√§ngerstr√∂me von au√üen zu √∂ffnen. Eine Erweiterung mit abgestuften Einzelhandelsangeboten ist im Osten seit Jahren nicht m√∂glich; stattdessen erfolgt lediglich eine innere Sortierung ohne Qualit√§tsgewinn, die Z√ľge einer Stagnation zeigt.

So richtet sich eine gro√üe Erwartung nach Bau des Dreisamtunnels und der Bebauung der Schlossbergnase auf eine positive √Ąnderung durch eine Umformung des Schwabentorvorplatzes in Verbindung mit der Verkehrsordnung nach Bau des Dreisamtunnels.

Dipl. Kfm. Manfred C. Noppel
Einzelhandelsverband S√ľdbaden e.V., Hauptgesch√§ftsf√ľhrung

Mit der Fertigstellung des Stadttunnels ergeben sich M√∂glichkeiten, die Innenstadt- Ost qualifiziert zu entwickeln. Dies gilt auch f√ľr Ver√§nderungen an der Schlossbergnase. Es ist notwendig sich schon heute Gedanken zu machen, um bei den weiteren Planungen und Entwicklungen die daf√ľr vorgesehenen Ideen zu ber√ľcksichtigen. Sonst besteht die Gefahr, dass zuk√ľnftige Gestaltungen ‚Äěverbaut‚Äú werden.
Der Verkehr am Schwabentor und Schlossbergring wird nicht gänzlich verschwinden. Hier muss dieser Verkehr planerisch aufgefangen werden. Das Ziel, die Wiehre qualifizierter und verkehrsberuhigter anzubieten, ist realisierbar. Bei intelligenter Planung muss von beiden Strassen Greiffeneggring und Schwabentorring nur noch eine mit Verkehr belastet werden. Die andere kann entsprechend beruhigt und zum Fußgängerbereich ausgebaut und gestaltet werden. Die Verbindung zur Wiehre kann qualifiziert werden, was sich auf den Geschäftsbesatz außerhalb des Schwabentors langfristig positiv auswirken wird.

Mit Fertigstellung des Stadttunnels kann auch entlang der Dreisam Aufenthaltsatmosphäre geschaffen werden.

Naturraum


Die s√ľd√∂stliche Innenstadt verf√ľgt √ľber einen gro√üen Reichtum an naturr√§umlichen Elementen, die gliedernd vom Stadtk√∂rper aufgenommen, der Innenstadt ein ganz besondere Charakteristik geben k√∂nnten. Diese Elemente sind: der Schlossberg als Kante des Rheintalgrabenbruchs, der Waldbestand in Gro√üstadtmitte als Ausl√§ufer der Rosskopfflora und die Dreisamflusslandschaft. Die derzeitigen Verkehrsr√§ume der Oststadt orientieren sich zwar bautechnisch an der Morphologie, erschlie√üen dem Betrachter die Einmaligkeit dieser Landschaft aber nicht.

Reiner Probst
Dipl Ing Freier Architekt und Stadtplaner BDA DWB
Sprecher des Planungsbeirats der Architektenkammer Freiburg

Die autobahn√§hnliche B 31 je 2 Spuren beidseitig der Dreisam durchschneidet die Stadt, trennt die Altstadt von den s√ľdlichen Stadtteilen.

Mit dem geplanten Stadttunnel entlang der Dreisam öffnen sich erhebliche Möglichkeiten der strukturellen Erneuerung und der Schaffung von neuen städtischen Qualitäten, die in dieser Dimension sich in naher Zukunft nicht wiederholen werden.

Neben der Entwicklung des g√§nzlich ver√§nderten Image und Lebensqualit√§t ‚Äď Freiburg als Stadt am Fluss und am Berg ‚Äď mit m√∂glicher Weiterentwicklung ganzer dann hochwertiger Geb√§udelagen als Uferbebauung entlang dem Dreisamboulevard muss ein besonderes Augenmerk auf dem Bereich Schwabentorplatz und Schlossbergnase liegen sowie der weitr√§umigen landschaftlichen Verbindung vom Schlossberg √ľber den Schwabentorplatz zur Dreisamuferpark bis zur Kronenbr√ľcke als ‚Äěgr√ľne Lunge‚Äú.

Das Weiterziehen der geplanten Tunnelein-/ausfahrt in den Bereich vor der Schlossberggarage er√∂ffnet die ganz gro√üe Chance einen Schwabentorplatz au√üerhalb des Schwabentors zu gestalten. Der Platz wird dann dominiert vom Schwabentor, der neuen Platzwand eines Geb√§udes an der Schlossbergnase, das gen√ľgend Raum lassen sollte f√ľr die Einbeziehung der Gr√ľnverbindung Schlossberg – Schwabentorplatz ‚Äď Dreisamboulevard, und dem vielleicht etwas umzugestaltenden Victoriageb√§udes.

Dieser neue Schwabentorplatz kann zum Impuls werden mit seiner Verkehrsfreiheit f√ľr die neue Ostentwicklung. Frei wird dann auch die 3-spurige Br√ľcke √ľber die Dreisam Leo-Wohleb-Strasse. Die st√§dtebauliche Eingliederung dieser Br√ľcke in die m√∂gliche Ostentwicklung als Chance zu sehen ist Aufgabe f√ľr den gesamten Dreisam/Schlossbergbereich u.U. unter Einbeziehung des Gantergel√§ndes im Sinne einer vorausschauenden Stadtplanung ‚Äď f√ľr den Fall, dass sich dort einmal etwas √§ndern wird.
Die verkehrsfreie Ausbildung des Schwabentorplatzes wird die s√ľd√∂stliche Innenstadt aufwerten und die Ostentwicklung Richtung ZO erm√∂glichen. Es wird deutlich, dass eine Vorplanung mit Ideenwettbewerb unbedingt noch vor Planungsbeginn Stadttunnel erfolgen sollte um das Potential der Stadtr√§ume danach so rechtzeitig zu erkennen, und dadurch noch Einfluss auf die Lage der Tunnelanschl√ľsse zu erreichen.

Verkehr


Bevor die Berechnung einzelner Belastungsf√§lle des Verkehrsnetzes nach dem Tunnelbau vorliegt, k√∂nnen sehr detaillierte Auswirkungen des Dreisamtunnels in einer Vorschau auf die Entwicklung der √∂stlichen Innenstadt nicht dargestellt werden. Trotzdem k√∂nnen aber konkrete Aussagen √ľber die Chancen einer neuen Verkehrsf√ľhrung gemacht werden.

Volker Rosenstiel
Freier Architekt und Stadtplaner BDA DWB

F√ľr die Weiterentwicklung der Oststadt gibt es eine Reihe Konzept-Ideen, ein Gesamtkonzept f√ľr eine langfristige Entwicklung fehlt bis heute.
In der Oststadt behindern die Verkehrsschneisen der 70-er Jahre eine sinnvolle st√§dtebauliche Entwicklung. Sch√ľtzenallee, Schwarzwaldstra√üe, Leo- Wohleb-Strasse, Greiffeneggring, Schwabentorstra√üe und Schwabentorplatz sind st√§dtebauliche R√§ume, in denen eine in den St√§dtebau integrierte Verkehrsplanung fehlt. Besonders schmerzlich sind die Fehlentwicklungen vom Schwabentorplatz in der Schwarzwald-, Hilda- und Talstrasse.
Mit der Verlegung des Durchgangsverkehrs durch den Stadttunnel k√∂nnten sich die Verkehrsmengen an der Oberfl√§che im Abschnitt Leo-Wohleb- Strasse, Schwarzwaldstrasse etwa auf die H√§lfte des heutigen Verkehrs reduzieren. Durch die Beibehaltung der Tunnelausfahrt an der Maria-Hilf-Kirche bleibt die halbierte Verkehrsmenge in der Schwarzwaldstra√üe bzw. Leo- Wohleb-Strasse. Durch diese Verkehrsreduzierung k√∂nnen in diesem Abschnitt der Schwarzwaldstra√üe sowohl die Anzahl der Spuren wie auch die Stra√üenbreiten deutlich zur√ľckgebaut werden. Auch die Knotenpunkte k√∂nnen mit wesentlich weniger Fl√§chen angelegt werden.
Die Verkehrsmengen im Schwabentorring bzw. im Greiffeneggring werden sich nur reduzieren lassen durch eine Verlagerung der Ausfahrtgewohnheiten nach Norden, die sich dann in die schneller befahrbare Bahnhofachse, d.h. Bismarckallee ‚Äď Heinrich-von-Stephan-Strasse, verlagern k√∂nnten.

Im Status Quo belastet die Aufspaltung des Verkehrs in den Greifeneggring und den Schwabentorring das st√§dtebauliche Quartier zwischen Schwabentor und Dreisam. Die Insellage zwischen den Verkehrsstr√∂men f√ľhrt zu einer Abschottung zu den Nachbarquartieren, da die Verkehrsb√§nder nur an wenigen Stellen mit Ampelsteuerung √ľberschreitbar sind. Der r√§umlich interessante Bereich vor dem Schwabentor, zwischen Insel und Schlossbergnase, wird √ľberwiegend durch die Verkehrsfl√§chen dominiert. Bei einer Verlagerung des Verkehrs in eine der beiden Verkehrsachsen und eine Reservierung der anderen Stra√üe f√ľr Stra√üenbahn, Radfahrer und Fu√üg√§nger, k√∂nnte zumindest einer der beiden Stra√üenr√§ume aufger√§umt und ein Teil der Verkehrsfl√§chen vor dem Schwabentor zur√ľckgebaut werden. Im Zuge der vorgesehenen Planung des Stadttunnels w√§re zu pr√ľfen, ob eine unterirdische Ausfahrt aus dem Bereich der Schwabentorbr√ľcke in den Schlossbergring st√§dtebaulich und √∂konomisch sinnvoll sein kann. In diesem Fall k√∂nnte der Schwabentorplatz v√∂llig vom Individualverkehr entlastet werden.

Die o.g. st√§dtebaulichen Potenziale werden erst umfassend begreifbar, wenn Verkehr, St√§dtebau und Gr√ľnvernetzung ( Dreisam ‚Äď Schlossberg ) interdisziplin√§r in einem Wettbewerb nach fundierter Leitplanung untersucht werden. Aus den Vorschl√§gen k√∂nnen neue Impulse einer weiteren Festlegung bei der Stadttunnelplanung bzw. der Altstadtplanung diskutiert werden und in zuk√ľnftige Planungen einfliesen.

Bauflächen


Trotz der landschaftlich engen Tal Lage verf√ľgt der s√ľd√∂stliche Teil der Innenstadt zwischen Schwabentor und altem Messplatz √ľber Fl√§chenreserven, die bei verbesserter Anbindung an den Kern und qualifizierter Nutzung f√ľr seine weitere Entwicklung eine gro√üe Ansto√üwirkung entfalten w√ľrden.
Gerade in Schwabentornähe befinden sich solche Flächen sogar in Stadtbesitz, was zeitlich und funktional eine gezielte Nutzung sehr fördern könnte. Bei weiterem Ausbau dieser Reserven wird die Wohnnutzung weiterhin einen wesentlichen Anteil haben.

Bernd Fahle
Stadtplaner

Wenn der Stadttunnel kommt, kommt auch die st√§dtebauliche Chance, alles neu zu ordnen. Der st√§dtische Ost-West Durchgangsverkehr wird uns dann verschonen. Es muss aber auch gelingen, den Ost-Nord Durchgangsverkehr von der Innenstadt fern zu halten und √ľber die Bahnhofsachse und die Westrandstra√üe zu lenken. Dann gewinnen wir st√§dtebauliche Freiheiten f√ľr die zuk√ľnftige Rolle des Schwabentorrings: ein attraktives, fu√üg√§ngerfreundliches, √∂stliches Tor zur Innenstadt.

Die Einzelhandelsinnenstadt mit seinen 1a und 1b Lagen wird sich prinzipiell weiterhin auf den Altstadtbereich hinter dem Schwabentor beschr√§nken. Die erweiterte Innenstadt wird aber vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen und sich ver√§ndernder Lebensstile zuk√ľnftig ein nachgefragter Wohnund Lebensstandort sein. Dies trifft insbesondere zu f√ľr die √∂stliche Innenstadt.

Ein erster st√§dtebaulicher Baustein ist der neue verkehrsberuhigte Schwabentorplatz und die attraktive Bebauung der Schlossbergnase. Die vorliegenden st√§dtebaulich-funktionalen Konzepte zielen zu Recht auf eine stadtkulturelle Nutzung f√ľr diesen innerst√§dtischen Neuordnungsschwerpunkt. Sie definieren eine schl√ľssige Abrundung der unverwechselbaren Rolle der √∂stlichen Altstadt: als besonderer Stadtteil f√ľr Kultur, Unterhaltung, Kommunikation, Gastronomie und Tourismus. Wir freuen uns auf das neue Augustiner Museum und mehr.

Die neuen Aufgaben f√ľr Schwabentorring und Greiffeneggring liegen auf der Hand. Der Erste wird √∂ffentlicher Raum f√ľr die Menschen und die Stra√üenbahn, der Zweite f√ľr den Autoverkehr. Die Nutzungen im Umfeld werden sich entsprechend differenzieren. Das neue Dreisamufer Cafe zeigt uns, dass eine einzigartige Aufenthaltsqualit√§t in der Innenstadt geboten werden kann. Wenn auf der Dreisamstra√üe dereinst nur noch der Erschlie√üungsverkehr zul√§ssig ist, haben wir ein Dreisamufer, das wir verdienen.

Bei der Leo-Wohlleb-Stra√üe und -br√ľcke muss das Umfeld helfen. Vielleicht ergibt sich bald die Chance f√ľr eine gro√üz√ľgige st√§dtebauliche Neuordnung, wenn die Ganter Brauerei ihren Fl√§chenanspruch intelligent √ľberpr√ľft. Dann h√§tten wir ein weiteres neues Wohnquartier nahe Dreisam, Schlossberg und Innenstadt.

F√ľr die √∂stliche Schwarzwaldstra√üe bis zum Bereich Maria Hilf werden wir entscheidend weniger Verkehr haben und brauchen entsprechend weniger Verkehrfl√§chen. Mit einem Boulevard Charakter wird das Wohnen auch in diesem Strassenabschnitt m√∂glich ‚Äď r√ľckw√§rtige Neuordnungsfl√§chen auf beiden Stra√üenseiten eingeschlossen.

An diesen Bereich schließt an der Messplatz, die neue Mitte der Oberwiehre. Dieses zeitgemäße attraktive Stadtquartier zeigt uns, wie nach der Verdrängung des Autoverkehrs eine Stadt neu lebt.

Prognosen


Das Wachstum von Stadtgebieten h√§ngt entscheidend von lokalen Gegebenheiten und deren Transformierbarkeit in der absehbaren Zukunft ab. In diesem Zusammenhang ist die Neuordnung der B 31 f√ľr die Innenstadt-Ost von ausschlaggebender Bedeutung. Es ist f√ľr eine Vorausschau aber unerl√§sslich, √ľber Projekt bezogene lokale Einfl√ľsse hinaus auch einen Blick auf √ľbergeordnete, gro√ür√§umig wirksame Entwicklungstendenzen zu werfen, die den zu betrachtenden Teilraum in seinen M√∂glichkeiten bestimmen werden. Es wird nicht gen√ľgen, in einer Stadt Fl√§chen freizumachen ohne zu wissen, ob f√ľr die gewonnenen R√§ume auch eine sinnvolle Nutzungsnachfrage besteht.

Constanze Oberkirch
Rechtsanwältin

Freiburg ist unter anderem als eine der wenigen wachsenden Gro√üst√§dte Deutschlands bekannt. Diese Entwicklung verteilt sich jedoch nicht gleichm√§√üig √ľber die gesamte Stadt. Vielmehr gibt es Stadtteile, in denen die Bev√∂lkerungszahlen stagnieren. So ist etwa in den Stadtbezirken Altstadt-Mitte und Altstadt-Ring die Einwohnerdichte im Vergleich der Jahre 1998 und 2008 nahezu unver√§ndert geblieben.

Die Einwohnerdichte lässt sich am Besten anhand der nachfolgenden Tabelle veranschaulichen:

Indikatoren Einwohnerdichte ‚ÄĘ Freiburg ‚ÄĘ Einwohnermelderegister

Kleinräumige Gliederung Besiedelte Fläche in Hektar Einwohner je ha besiedelter Fläche Wohnbevölkerung je ha besiedelter Fläche
Altstadt-Mitte 1998 50,6 80,2 71,8
Altstadt-Ring 1998 61,8 55,0 49,5
Altstadt-Mitte 2008 50,6 79,5 71,6
Altstadt-Ring 2008 61,8 57,5 52,9
    1. Quelle: Amt f√ľr B√ľrgerservice und Informationsverarbeitung, Freiburg

Während im Bezirk Altstadt-Mitte die Bevölkerungsdichte sich nur marginal verringert hat (- 0,7), hat sie sich im Bereich Altstadt-Ring sogar erhöht (+ 2,5).

Auff√§llig ist dabei, dass die Bev√∂lkerung zu gro√üen Teilen aus Kreisen der Studentenschaft kommt. Hier ist als entscheidender Standortvorteil der Innenstadt die direkte N√§he zur Universit√§t zu nennen. Auch √§ltere B√ľrger sind relativ stark vertreten, was sicherlich auf die vorhandenen zentrennahen Pflegeund Seniorenwohnheime zur√ľckzuf√ľhren ist. Hingegen w√§hlen nur wenige Familien mit Kindern die Innenstadt als Wohndomizil. Dies mag zum Gro√üteil an der doch ganz erheblichen Belastung der Innenstadt mit L√§rm unterschiedlichster Quellen (Verkehrsl√§rm, l√§rmende Gruppen junger Leute, insbesondere an den bekannten neuralgischen Punkten) liegen. Insoweit sei auf die Ergebnisse der entsprechenden Arbeitsgruppe des Oberstadtentwicklungsplanes verwiesen.
Auch diese ist zu dem Schluss gekommen, die Innenstadt m√ľsse durch mehrere parallel laufende Ma√ünahmen unter anderem zur L√§rmberuhigung auch f√ľr die normale Wohnbev√∂lkerung wieder attraktiver gemacht werden. Auch wenn die Bev√∂lkerungsdichte in absoluten Zahlen in der Innenstadt im Wesentlichen konstant geblieben ist, ist eine deutliche √Ąnderung in der Zusammensetzung und insbesondere der Altersgruppen zu verzeichnen. Eine ausgewogene Bev√∂lkerung ist jedoch zwingende Voraussetzung f√ľr eine langfristig hochwertige und auch wohnwerte Innenstadt.

Planungsverfahren


Die Stadtentwicklung der s√ľd√∂stlichen Innenstadt kann auf positive Standortfaktoren zur√ľckgreifen, wird aber auch Belastungen, die diesen Bereich st√∂ren und nicht zur Entfaltung kommen lassen neu ordnen m√ľssen. An erster Stelle ist die vom KFZVerkehr bestimmte Nutzung der R√§ume um die Schwabentorbr√ľcken und der Schwabentorplatz selbst zu sehen, die den Fu√üg√§nger auf schmale Gehwegstreifen und Verkehrsinseln zusammendr√§ngt, damit den Austausch zwischen Innenstadt und der vorgelagerten Wiehre mit dem Bereich Ganter ‚Äď Maria-Hilf auf schmale stra√üenbegleitende Korridore zwingt und im Grunde verhindert. Wenn jetzt der 4-spurige √ľber√∂rtliche Durchgangsverkehr der B 31 in die untere Ebene verlagert wird, muss diese Chance genutzt werden, um nun den oberirdischen Stadtraum ‚Äěvor dem Tor‚Äú f√ľr Fu√üg√§nger und Stra√üenbahnf√ľhrungen neu zu fassen. Die B 31 unter Flur zu legen und oben in der √∂stlichen Innenstadt ‚Äěalles beim Alten‚Äú zu belassen ist daher nur die halbe L√∂sung der Aufgabe.
Vor der Realisierung einzelner Maßnahmen sollte ein gestuftes Planungsverfahren durchlaufen werden.

Hansjörg Oehm
Dipl. Ing. Architekt, Reg. Baumeister f√ľr St√§dtebau, DWB

Durch die st√§dtebauliche Entwicklung nach dem Krieg insbesondere durch die Verkehrsplanung wurde der Anschluss der √∂stlichen Stadtgebiete an die Innenstadt gest√∂rt und der Standort f√ľr die Bereiche Schwabentorring, Greiffeneggring und Schwarzwaldstrasse massiv verschlechtert. Insbesondere die Aufspaltung des Verkehrs im Bereich Schwabentor-/Greiffeneggring erwies sich als Planungsfehler. Ebenfalls nachteilig f√ľr die Bewohner zeigte sich die Lage der Stadtbahn in Seitenlage auf eigenem Gleisk√∂rper, da dadurch die √úberschreitbarkeit der Strasse weitgehend eingeschr√§nkt wurde. In der Folge ver√∂dete die Gesch√§ftslage.

Unabh√§ngig vom Bau des Stadttunnels ist eine Neuordnung des sich jetzt kreuzenden Verkehrs mit einer klaren Trennung zwischen Stadtbahn und Autoverkehr dringend geboten. Ebenfalls zu Lasten der Stadtqualit√§t erwies sich die F√ľhrung der B 31 beidseits der Dreisam. Durch den Stadttunnel kann hier eine wesentliche Verbesserung erreicht werden.

Durch die Verkehrsplanung, die allein auf das Auto ausgerichtet war, wird die Zug√§nglichkeit in die Innenstadt f√ľr Fu√üg√§nger und Radfahrer aus der Oststadt erheblich erschwert. Das gleich gilt f√ľr das Erreichen des Schlossbergs und der √∂stlichen Stadtteile aus der Innenstadt.

Wie man aus der Zeitung entnehmen kann, erwägt die Brauerei Ganter u.U. den Betrieb räumlich neu zu organisieren und Teile des Firmengeländes anderweitig zu nutzen.

All diese Faktoren zusammengenommen zeichnet sich vor dem Schwabentor die Möglichkeit eines Stadterneuerungsprogramms ab, das die Voraussetzungen schafft, den Attraktionsverlust der östlichen Innenstadt zu begegnen.

Es zeichnet sich ein Sanierungsgebiet ab zwischen Schwabentor und Sch√ľtzenallee. Das Gebiet ist unterteilbar in drei Abschnitte mit folgenden Schwerpunkten

  • Neuordnung des Verkehrs Stadtbahn- Strasse zwischen Greiffeneggring und Schwabentorring evtl. unter R√ľcknahme der Baufront, sowie ein Konzept f√ľr die Schlossbergnase
  • Gebiet zwischen Schwarzwald- und Leo-Wohleb-Strasse bis zur Sch√ľtzenallee mit Einbindung der Aus-Einfahrt Stadttunnel. Verlegung der Stadtbahn
  • St√§dtebauliche Neuordnung von nicht aktuell genutzten Baufl√§chen mit Wohnen, Dienstleistungen und nichtst√∂rendem Gewerbe

F√ľr die Durchf√ľhrung der Sanierung ist ein Mindestzeitraum von 15 Jahren in Ansatz zu bringen mit m√∂glicher Verl√§ngerung. Im √ľbrigen ist es eine √ľbliche Erfahrung, dass das 8-fache der √∂ffentlichen Sanierungsmittel im Sanierungsgebiet an privaten Investitionen ausgel√∂st werden.

Schlussbemerkung


Die formale und funktionale Gestaltung der √∂ffentlichen Fl√§chen in der s√ľd√∂stlichen Innenstadt um den Dreh- und Angelpunkt Schwabentorvorplatz stellt ein Entwicklungsziel von stadtbaugeschichtlicher Dimension dar, das in der B√ľrgerschaft selbst unter verschiedensten Perspektiven zunehmend erkannt und angestrebt wird. Mit Sicherheit wird jeder Verbesserungsvorschlag Kosten verursachen. Auch bei hoher staatlicher F√∂rderung wird die Stadt ‚Äěkomplement√§r‚Äú zur Kasse gebeten werden. Dies trifft sie zu einem Zeitpunkt, in dem aus dieser Kasse kaum etwas zu holen ist. Aber war dies seit Winterers Zeiten jemals anders? Es ist an eine alte Freiburger Tugend zu erinnern: trotz aller Finanzn√∂te wurde √ľber die Entwicklung der Stadt immer nachgedacht, meist Jahrzehnte vor einer Realisierbarkeit. Finanznot darf nicht zum Vorwand werden, bestehende Aufgabenstellungen nur verbal zu problematisieren und auf k√ľnftige Gestaltungsm√∂glichkeiten mit vagen Erfolgsaussichten ohne eigenes Konzept zu warten.

Expertise Innenstadt-Ost         Freiburg, den 11.01.2010

J. Diel, Dipl. Ing. Architekt mit Beiträgen von
Yvonne Faller, Freie Architektin BDA, M√ľnsterbaumeisterin
Manfred C. Noppel, Dipl. Kfm. Einzelhandelsverband S√ľdbaden e.V., Haupt- Gesch√§ftsf√ľhrung
Reiner Probst, Dipl. Ing. Freier Architekt und Stadtplaner BDA DWB
Volker Rosenstiel, Dipl. Ing. Freier Architekt und Stadtplaner BDA DWB
Bernd Fahle, Stadtplaner
Constanze Oberkirch, Rechtsanwältin
Hansj√∂rg Oehm, Dipl. Ing. Architekt, Reg. Baumeister f√ľr St√§dtebau, DWB