Alle Beiträge von Lokalverein

Nutzungskonzept Karlskaserne – Vorschlag unseres Vereins

Liebe Mitglieder,

in den vergangenen Wochen haben wir uns in Vorstand und Beirat intensiv mit möglichen künftigen Nutzungen der Karlskaserne beschäftigt. Das Ergebnis und unsere Vorschläge finden Sie im Anhang. Dieses Konzept haben wir bereits den Fraktionen des Gemeinderates übermittelt, welche es sehr positiv aufgenommen und bewertet haben. Gerne wollen wir es nun auch Ihnen vorstellen. Antrieb für unser Engagement ist unsere Überzeugung, dass die Karlskaserne in städtischer Hand verbleiben soll.

Als nächstes werden wir versuchen, ein Nutzungskonzept für das „Haus zum Herzog“ (Stadtarchiv in der Salzstraße/Grünwälderstraße) zu erstellen, für dessen Verbleib in städtischer Hand wir uns auch einsetzen werden. Hier, wie auch bei der Karlskaserne, versuchen wir konkrete, realistische und auch finanziell abbildbare Ideen einzubringen. Sollten Sie konkrete Ideen für ein künftiges Nutzungskonzept des „Hauses zum Herzog“ haben, würden wir uns über Ihre Rückmeldung freuen.

Unsere neuen Arbeitsgruppen „Bauen-Zukunft“, „Wohnen“, „Barrierefrei-Senioren“  und „Mobilität“ bringen sich sehr kreativ in die Arbeit des Lokalvereins ein. Sollten Sie Interesse an einer der Arbeitsgruppen haben, melden Sie sich gerne.

Zum Schluß noch eine Information zum Thema Gebäudebegrünung: die Stadt Freiburg bietet ab dem 28. März eine Beratungswoche „GebäudeGrün hoch³ Programm für eine grünere, kühlere und artenreichere Stadt“ an. Es werden auch kostenlose Erstberatungen angeboten und die Förderoptionen dargelegt.

Das Programm finden Sie unter:  https://www.freiburg.de/pb/1862031.html?fbclid=IwAR2UvYQUXh5neUlPynAjUJ9Qso9sRHStg7mTXlz_33sJM-4PkFfUc–fk4c

Wir haben uns bei der Stadt informiert, ob es Besonderheiten für die Innenstadtbewohner*innen gibt und wurden darauf hingewiesen, dass der Denkmalschutz eines Gebäudes eine Gebäudebegrünung nicht grundsätzlich ausschließt. Es bedarf jedoch eines Antrages auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung nach der Altstadtsatzung. Die individuelle Begrünungsberatung kann gerne in Anspruch genommen werden. Für Fragen steht auch die Stabsstelle Innenstadt im Stadtplanungsamt zur Verfügung, zu der wir gerne den Kontakt herstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Anca Rosler-Koslar                gez. Christian Himmelsbach        gez. Raban Kluger
Vorsitzende                              stellv. Vorsitzender                            stellv. Vorsitzender

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Nutzungsoptionen Karlskaserne – Lokalverein Innenstadt (88 Downloads)

Der Lokalverein unterstützt das Projekt “Stolpersteine“

Gegen das Vergessen – der LVI unterstützt das Projekt “Stolpersteine“ durch Finanzierung von zehn Steinen

Das Projekt “Stolpersteine“ erinnert an Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, in den Selbstmord getrieben oder ermordet wurden, in manchen Fällen auch an Überlebende. Verlegt werden sie vor der letzten freiwilligen Adresse dieser Menschen. So wird Geschichte nicht nur sichtbar, sondern auch verortbar – genau HIER lebte eine jüdische Familie, befand sich ein Geschäft in jüdischer Hand, befand sich die Zentrale der Gestapo, in der Gegner der NS-Diktatur misshandelt wurden… Wer mit offenen Augen durch die Innenstadt geht, wird viele der kleinen Quadrate entdecken.

Für die nächsten Jahre hat der LVI sich entschlossen, dies Projekt durch die Finanzierung von Steinen zu unterstützen. Den Anfang werden fünf Stolpersteine vor dem Haus Colombistraße 11 machen, die an die jüdische Familie Weil-Lion/Eisenmann erinnern, die durch Flucht überlebten.

Ein Tag im Park

Ein Tag im Park

Ein vergnüglicher Tag für Jung und Alt im Colombi-Park

Samstag 18.09.2021 – 12 bis 20 Uhr

Freier Eintritt in Park und Museum!

Entdecken Sie den Colombipark neu!
Inmitten des emsigen Treibens der Freiburger Innenstadt ist der Colombipark ein ruhiger Ort zum Verweilen und zum Genießen der prächtigen Grünanlagen. Mit dem „Tag im Park“ laden der Bürgerverein der Innenstadt und das Archäologische Museum Colombischlössle Sie und Ihre Familie ein, die Anlage als wertvollen Raum für Kunst, Kultur und geselliges Miteinander zu erfahren.

Künstlerinnen und Künstler nutzen die neue Bühne, um Sie mit musikalischen Einlagen zu begeistern. Das Archäologische Museum hat ein spannendes Programm rund um das Thema Römer im Angebot. Für strahlende Kinderaugen und fröhliches Toben sorgen Musik, Tanz und der Spieldrache des Spielmobils.

Nachdem wir den Spielplatz im Colombipark, den „Colombini“, bislang nicht realisieren konnten, hoffen wir, dass der „Tag im Park“ ein Anreiz ist, das Vorhaben wieder aufzunehmen und voranzutreiben.
Allen Spenderinnen und Spendern, die sich bisher für das Projekt engagiert haben, wollen der Lokalverein Innenstadt e.V. und die Begleitgruppe „Colombini“ an dieser Stelle herzlich danken.

Corona-Hinweis: Auf Grund der Coronaverordnung weisen wir darauf hin, dass der Mindestabstand zwischen den Besuchern und Besucherinnen eingehalten werden muss. Sollte das nicht möglich sein, ist eine Mund-Nasenbedeckung verpflichtend. Für den Museumsbesuch gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Dreisam-FOLLYs, der Architekturwettbewerb für Schulklassen

Der Architekturwettbewerb für Schulklassen, wurde wie in den vergangenen Jahren auf Initiative von Frau Thor-Klauser vom Architekturforum organisiert. 15 der prämierten „Verrücktheiten“ sind an der Dreisam zwischen Kaiser-und Luisenbrücke vom 4. bis zum 18. Juli zu sehen. Das Projekt findet im Rahmen des Stadtjubiläums statt. Die Schülerinnen und Schüler lassen ihrer Fantasie freien Lauf bei der Gestaltung des Raumes zwischen der Innenstadt und der Dreisam. Gelingt es, die gebaute Stadt und den Naturraum miteinander zu verbinden? Unser Verein  hat den Wettbewerb über fast 2 Jahre begleitet und war Teil der Jury. Es macht wirklich Spaß, die Ausstellung anzuschauen!

Badische Zeitung, 05. Juli 2021, Kreative Ideen direkt am Fluss

Erhöhung der Gebühren für Anwohnerparkausweise

Dieses Thema wird in der Bürgerschaft der Innenstadt und in unserem Verein vielfach diskutiert. Unser Verein hat in diese Diskussion 2 Aspekte eingebracht, die unserer Meinung wichtig aber bisher zu kurz gekommen sind.

Öffentlicher Brief des Lokalvereins

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,

zum AnwohnerInnenparken und der geplanten Preiserhöhung um 1000 % wurde
schon viel geschrieben und diskutiert. Der Lokalverein Innenstadt e.V. möchte dazu
zwei Themen einbringen, die in der Diskussion bisher zu kurz gekommen sind, aber
unserer Meinung nach wichtig sind.

  1. Geht die Stadt Freiburg vom bisherigen Prinzip der Verwaltungsgebühr ab (das
    können 30 € oder 50 € pro Jahr sein, damit müssten die Verwaltungskosten
    abgedeckt sein) und möchte die öffentliche Fläche zukünftig zu einem sehr viel
    höheren Preis vermieten, dann muss das unserer Meinung nach für alle Autobesitzer
    – egal wo die Standfläche in Freiburg ist – gleich gelten. Die Nutzung öffentlichen
    Raumes muss für alle gleich teuer und belastend sein. Es ist ungerecht und
    diskriminierend, wenn z.B. auf der Sonnhalde oder auf der Haid Autos (egal welche
    Größe) kostenlos abgestellt werden können und in Brühl-Beurbarung oder in der
    Innenstadt für das Abstellen des gleichen Autos 360 € oder mehr bezahlt werden
    müssen. Und in Beurbarung z.B. trifft es ja nur die eine Hälfte des Quartiers. In der
    anderen Hälfte von Brühl-Beurbarung kann jeder noch kostenlos parken.
    Der Lokalverein fordert deshalb ganz klar: Wenn die Stadt Freiburg öffentlichen
    Raum für Parken vermietet, dann für alle Autobesitzer, die ihr Auto im öffentlichen
    Raum abstellen zu gleichen Bedingungen – egal wo in Freiburg.
  2. Wir brauchen kein neues „Amt für Parkraumbewirtschaftung“. Die Gebühr (oder
    Miete) muss einfach und klar definiert sein. Autogröße, Höhe, Breite Länge, der
    Verbbrauch und oder die Leistung verbunden mit der Einkommens- oder
    Lebenssituation der oder des jeweiligen Eigentümers – Änderungen ergeben sich
    auch im Jahresverlauf – ziehen teure und aufwändige Verwaltungsarbeiten mit sich, die unnötig und teuer sind. Umweltbe- lastungen und soziale Aspekte werden anderswo besser berücksichtigt.

Nur wenn diese beiden Grundsätze berücksichtigt werden, kann eine zukünftige gerechte Parkraumbewirtschaftung gelingen. Wenn alle betroffen sind, die ihr Auto auf öffentlicher Fläche abstellen, kann die Gebühr oder Miete sicher niedriger bleiben um den gewünschten finanziellen Beitrag zur Haushaltssanierung zu erbringen.

Mit freundlichen Grüßen
Anca Rosler-Koslar
Gerhard Heiner
Christian Himmelsbach

Die Obere Linde wird 292 Jahre alt

Die Obere Linde ist als Natur- und auch Kulturdenkmal von großer Bedeutung, identitätsstiftend und verbindend für die Bewohner der oberen Altstadt. Der Baum hat zwei Weltkriege überstanden und ist namensgebend für das gesamte Quartier. 2021 ist sie 292 Jahre alt geworden!

In den Vorjahren hatte sie unter mangelnder Bewässerung sehr gelitten und war substantiell gefährdet. Dank der intensiven Tiefenbewässerung durch Anwohner und Mitglieder des Lokalvereins hat sich die Linde wieder erholt.  Ihre Standfestigkeit ist noch gut. Durch unser Engagement konnten wir sie vor der geplanten Fällung 2019 retten. Durch die Intervention unseres Vereins wurde eine automatische Bewässerungsmöglichkeit – aus dem Bächle – eingerichtet. Nun ist sie wieder von Trockenheit bedroht, da die Bächle kein Wasser führen. Dieses wurde im Zuge der Sanierungsmaßnahme der Straßenbahngleise in der Salzstraße und Oberlinden abgestellt. Bis zum Ende der Bauzeit Mitte August 2021 würde sie trockenheitsbedingt erneut Schaden nehmen. Erneut sind Anwohner und der Lokalverein am Werk und führen ihr mittels Pumpe große Mengen Wasser aus dem Oberlindenbrunnen zu.

Badische Zeitung: Die Oberlinden-Linde darf erstmal stehen bleiben – obwohl todkrank
https://www.badische-zeitung.de/die-oberlinden-linde-darf-erstmal-stehen-bleiben-obwohl-todkrank–174355916.html

Kommunaler Vollzugsdienst (VD)


In der Gemeinderatssitzung am 27. April wurde durch eine Mehrheit von Bündnis90/Grüne, ESFA, JUPI sowie 3 SPD  – Stimmen die Kürzung des Vollzugsdienstes (VD) von 17 auf 11 Stellen beschloßen. Der Freiburger VD hatte bereits vor der Kürzung die geringste Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von allen Städten Baden-Württembergs. Bisher gab es mit dem VD verlässliche Ansprechpartner, die bei Problemen und Interessenkonflikten vermittelt haben Durch die Kürzung um 36% wird er einen Teil seiner Aufgaben in der Innenstadt und in den Stadtteilen nicht mehr erfüllen können.

Der Lokalverein Innenstadt hat sich, gemeinsam mit Vertretungen des Handels, der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine, verschiedener Initiativen mit Bezug zur Innenstadt, einzelner Kirchen und zahlreicher anderer Bürgervereine mit viel Kraft gegen die Kürzung engagiert. Dass sie dennoch beschloßen wurde ist weiten Teilen der Bürgerschaft unveständlich und bedeutet einen Schritt zurück in Bezug auf Ordnung und Sicherheit in unserer Stadt.

Zu Hintergrund und Argumente für den Vollzugsdienst lesen Sie auch den Brief des Lokalvereins und zahlreicher Innenstadt -Akteure vom 23.02.2021

Hintergrundinformationen liefert auch die Druckvorlage Drucksache G-21/074 im Ratsinformationssystem


In einem gemeinsamen Brief an den OB und die Fraktionen des Gemeinderates haben fünf Vorsitzende der Bürgervereine nun noch einmal Stellung bezogen zur geplanten Kürzung des Vollzugsdienstes.

Sehr geehrter Herr  Oberbürgermeister Horn, sehr geehrte Damen und Herren des Freiburger Gemeinderates,

angesichts der Abstimmung im GR am 27.04.2021 über die künftige personelle Ausstattung des VD übersenden wir Ihnen im Anhang aus den Stadtteilen, die am meisten unter einer Reduzierung des Vollzugsdienstes leiden würden (die Innenstadt, der Stühlinger und rund um den Seepark) unsere dringende letztmalige Bitte, von einer Kürzung abzusehen. Über alle Stadtteilgrenzen hinweg sehen die Unterzeichnerinnen, bei einer personellen Reduzierung um ein Drittel des jetzt schon personell dünnsten VD im Lande die Gefahr, auch die nächliche Sicherheit für Frauen zu erheblich zu schwächen. Deshalb bitten wir vor allem die Gemeinderätinnen, unser Engagement für Frauensicherheit zu unterstützen und keiner Kürzung zuzustimmen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Anca Rosler-Koslar, Lokalverein Innenstadt Freiburg i.Br. e.V.
Ingrid Winkler, Vorsitzende AFB
Daniela Ullrich, Vorsitzende BV Stühlinger
Beate Diezemann, Vorsitzende BV Betzenhausen-Bischofslinde
Ursula Jautz, Vorsitzende BV Mooswald